Florian Schmittgall über mehr als 30 Jahre COMPRIX
„Hohe intrinsische Motivation, respektvoller, wertschätzender Austausch“
Wir blicken auf drei Jahrzehnte COMPRIX zurück. Als Vertreter einer Mitgründer-Agentur und langjähriges Beiratsmitglied kennen Sie den Award wie kaum ein anderer. Erinnern Sie sich an die Anfänge?
Florian Schmittgall: Ich war tatsächlich schon beim allerersten COMPRIX als Jugendlicher dabei. Das war vor über 30 Jahren bei der ersten Award-Veranstaltung in Mannheim. Damals gab es noch keine so große und glamouröse Gala wie heute. Viel wichtiger war die Mission Pharmawerbung kreativer, sichtbarer und ambitionierte zu machen. Hierbei war das COMPRIX Jahrbuch mit den ausgezeichneten Arbeiten ein wesentliches Instrument, um die Pharmawerbung aus ihrem Dornröschenschlaf zu holen. Über die Jahre hat sich der COMPRIX nun stetig, mutig und kontinuierlich zum größten und relevantesten Healthcare-Award im deutschsprachigen Raum entwickelt. Heute vertrete ich Schmittgall als Mitgründer-Agentur im Beirat und der GbR um den COMPRIX weiter zum Club und zur Plattform für exzellente Healthcare-Kommunikation zukünftig weiterzuentwickeln. Es ist wahnsinnig, was hier in den letzten 1 bis 2 Jahren alles passiert ist. Das macht natürlich demütig und auch ein Stück weit stolz.
Was macht den COMPRIX nach all dieser Zeit für Sie so besonders?
Florian Schmittgall: Das Wichtigste ist, dass der Kern des COMPRIX über Jahrzehnte bewahrt wurde, nämlich, dass kreative und kommunikative Qualität in Healthcare kein Selbstzweck ist, sondern Wirkung erzeugt – für Marken, für Unternehmen und auch für Menschen. Es geht schließlich um das wertvollste Produkt „Gesundheit“. Der COMPRIX ist mehr als nur ein Award. Er ist kein Geschäftsmodell, das von oben herab diktiert wird, sondern er wird von den Menschen und Unternehmen getragen, die hochgradig intrinsisch motiviert sind. Wenn man sich bei an so einem Award-Abend umsieht, spürt man genau diese unglaubliche Gemeinschaft. Es ist ein respektvoller, wertschätzender Austausch – fast wie bei einem großen Familientreffen.
Kürzlich gab es einige Neuerungen, wie neue Räumlichkeiten und ein frisches Corporate Design. Wie wurde das aufgenommen?
Florian Schmittgall: Wir haben in der jüngsten Vergangenheit so viele Schritte nach vorne gemacht wie lange nicht mehr. Eine neue Location, ein neues Corporate Design, neue Kategorien – das war extrem viel Veränderung auf einmal. Aber das Feedback war großartig. Die Menschen haben sich unglaublich wohlgefühlt. Es herrschte eine fantastische Stimmung, was bei Wettbewerben nicht selbstverständlich ist. Das bestätigt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Wie nehmen Sie den Nachwuchs, insbesondere beim „Young COMPRIX“, wahr?
Florian Schmittgall: Die Qualität der Arbeiten beim Young COMPRIX ist extrem hoch. Allerdings sind wir hier stark von den Hochschulen als „Gatekeeper“ abhängig. Man braucht Institutionen, die solche Wettbewerbe gezielt fördern und in die Lehrpläne integrieren. Wenn das gelingt, sehen wir unglaublich spannende Ansätze. Die junge Generation geht oft herrlich unbedarft an die Themen heran und bricht Normen. Es ist spannend zu sehen, wie stark Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt und gesellschaftliche Verantwortung in ihre kreativen Konzepte für den Healthcare-Sektor einfließen. Das sind genau die Impulse, die unsere Branche braucht.